Website-Icon Gerd Conradt – Der Spurveränderer

Präsentismus vs. Fauleritis – Die erste Säule eines BGM

Wenden wir uns dem Fundament der ersten Säule zu. Es ist der wichtigste Teil eines funktionierenden BGM und derjenige, der viel zu wenig beachtet wird. Es ist die FÜHRUNG.

Dem Part der Führung kommt zunächst die Aufgabe zu, einen funktionierenden Prozess zum betrieblichen Gesundheitsmanagement aufzustellen, der für alle Beschäftigten in einem Unternehmen Gültigkeit hat und wirklich gelebt wird. Hier müssen alle Belange des BGM einschließlich der Zuständigkeiten festgelegt werden. Dazu gehören folgende Punkte:

Das sind die wichtigsten Eckpfeiler, die in einem BGM-Prozess enthalten sein müssen. Natürlich kann man noch zusätzliche Themen aufnehmen, wie z.B. der Umgang mit häufig erkrankten Mitarbeitern. Ebenso kann man in regelmäßigen Abständen, etwa halbjährlich, mit allen beteiligten Führungskräften, HR und eventuell auch, wenn vorhanden, Betriebsärzten eine Veranstaltung durchführen, bei der jede Führungskraft Stellung zu den angefallenen Abwesenheiten durch Krankheit nimmt und über die eingeleiteten Maßnahmen berichtet. Dabei ist darauf zu achten, dass nicht versucht wird, über Krankheitsbilder einzelner Mitarbeiter zu sprechen, sondern nur über die Aufgabenstellungen aus dem festgelegten Prozess.

Wichtig ist immer, dass kein Fingerpointing auf kranken Mitarbeiter gelegt wird, sondern dass mit der Thematik sensibel umgegangen wird. Im Laufe der Zeit werden Sie merken, dass die Menschen, die wirklich ernster erkrankt sind, erkennbar werden. Diese Menschen werden dann auch, wenn sie Vertrauen erfahren, offener auf ihre Führungskräfte zugehen.

Freuen Sie sich auf den nächsten Teil in 2 Wochen, wenn wir auf die Angebote eines funktionierenden BGM zu sprechen kommen!

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