Das Haus mit Leben füllen, Teil 5

N Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist leider mittlerweile ein abgenutzter Begriff – für die tägliche Führungsarbeit allerdings von enormer Wichtigkeit. Was genau aber bedeutet Nachhaltigkeit in der Führung?

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Der Begriff unterliegt sehr vielen Definitionen. Wikipedia beschreibt es als ein „alltagssprachliches Verständnis, das aussagt, dass etwas noch lange Zeit andauern, bestehen, nachwirken oder sein kann bzw. soll, nachdem es gebaut, begonnen und/oder in Bewegung gesetzt wurde.“

Mit Nachhaltigkeit in der Führung soll also erreicht werden, dass meine Führungsarbeit lange nachwirkt, das ist das primäre Ziel. Als Führungskraft muss ich mir folglich ständig darüber bewusst sein, welche Instrumente ich wie anwende.

Viele Führungskräfte unterliegen dem Irrglauben, dass eine 2- oder 3-malige Wiederholung ausreichend nachhaltig ist. Sie beenden dann das Thema. Die Verhaltensänderung ist damit aber nicht erreicht! Wird nicht weiter an der Aufgabenstellung gearbeitet, war alles vergeblich. Der Mitarbeiter wird sich Zug um Zug wieder in seine alte Verhaltenswelt zurückziehen. Das heisst, man muss ständig an den Themen bleiben und sie immer wiederholen. Das ist nicht einfach um macht zusätzliche Arbeit, für die man eigentlich keine Zeit hat. Es ist aber ein Kernpunkt für erfolgreiche Führung, auch Dinge anzugehen, die aktuell nicht angenehm sind und so gar nicht in den Arbeitsalltag passen wollen.

Für die Erfolgsformel bedeutet dies, dass man ständig die „4K´s“ wiederholen muss, um nachhaltig zu sein. Das ist ein dauerhafter Prozess, der so lange Bestand hat, wie Sie in der Führungsrolle sind. Ständig müssen alle Variablen in der richtigen Zusammensetzung angewendet werden, damit die Formel aufgeht und damit der Erfolg eintritt.

Das bedeutet auch, dass sich Führungskräfte ständig selbst kontrollieren und reflektieren müssen. Hier fehlt es häufig, insbesondere in der Selbstreflexion. Mein Tipp hierzu: Fragen Sie einen guten Freund oder Vertrauten und lassen Sie sich ehrliches Feedback geben. Es spricht auch nichts dagegen, die eigenen Mitarbeiter zu fragen. Aber bitte tun Sie dies nicht nach dem Motto „Fishing for Compliments“, sondern bitten Sie um Offenheit und Ehrlichkeit. Wenn Sie dann ein offenes und ehrliches Feedback von Ihren Mitarbeitern erhalten, dann haben Sie eine Stufe des Vertrauens erreicht, von der andere nur träumen. Nehmen Sie es ernst und ändern auch Sie Ihre Handlungen. Der Erfolg wird Ihnen recht geben.