Von der Problemfokussierung zur Lösungsorientierung

Um von einer problemfokussierten Betrachtungsweise weg zu kommen, ist es notwendig, dass man zwar das Problem erkannt hat, sich aber nicht mehr mit der Entstehung des Problems tiefgreifend befasst. Gesucht wird eine LÖSUNG! Das Problem wird nicht mehr in seine Bestandteile zerlegt, sondern der Blick wird auf die Lösungsmöglichkeiten zentriert.

Wie geht das?
Zunächst muss man wissen, wie man professionell zu einer lösungsorientierten Betrachtungsweise gelangt. Als Erstes muss das Problem in seinem gesamten Inhalt verstanden sein. In der Lösungsorientierung spricht man vom „Anliegen“. Anschließend muss ermittelt werden, wie der gewünschte Zustand konkret aussehen soll. Nun macht man sich auf die Suche nach bisherigen Stärken, Ressourcen und eventuell schon bestehenden Erfolgsgeschichten. Durch gute Fragen hierzu entsteht eine gute Stimmung. Jetzt ist der Kopf freier für weitere Lösungsschritte. Das wichtigste ist, dass die Führungskraft sehr zurückhaltend mit eigenen Lösungsvorschlägen ist. Wenn man mit der Lösungsorientierung arbeitet, geht es primär darum, dass die Betroffenen (Mitarbeiter) selbst auf die Lösung kommen. Warum das so ist, wurde in vorherigen Beiträgen ausgiebig behandelt.

Beachten Sie bei Ihrer Vorgehensweise folgende wichtige Rahmenparameter:

🚫kein Blick in die Vergangenheit

🚫kein Blick auf Fehler

🚫keine Anschuldigungen

🚫keine verdeckte Kontrolle

🚫kein eigenes Expertenwissen

🚫keine Defizite aufzeigen

🚫keine Komplexität betrachten

🚫keine Phrasen ausspeichern

✅Zukunft betrachten

✅Blick auf das, was funktioniert

✅Fortschritte aufzeigen

✅Einfluss aufzeigen

✅Zusammenarbeit fördern

✅Ressourcen erkennen

✅Einfachheit aufzeigen

✅Aktionen gemeinsam planen

Hierzu bieten sich eine ganze Reihe von Fragetechniken an, die ich Ihnen im Einzelnen vorstellen möchte.

  • Skalenfragen mit SaCh-Technik* (*Sa=Save; Ch=Change)
  • Ziel- und Zukunftsfragen
  • Zirkuläre Fragen
  • Ressourcenfragen
  • Erfolgreiche Ausnahmen

Das sind nur die einfachsten Möglichkeiten, lösungsorientierte Fragen zu stellen. Hierfür müssen Sie sich ein Stück Routine in den Fragetechniken aneignen. In den nächsten Blogs werde ich diese Fragetechniken näher erläutern und Beispiele dazu nennen.

Wenn ich vorab schon Ihr Interesse an der Lösungsorientierung geweckt habe, dann empfehle ich Ihnen als Lektüre ein besonders gutes Buch dazu. Es heißt:

„Lösungsorientierte Kommunikation…… und das Lächeln kehrt zurück“.
(Dr. Marcus Stobbe, ISBN 3-8311-0972-9)

Ich erhalte für diese Empfehlung keinerlei Provisionen. ich lege Ihnen dieses Buch ans Herz, weil es auf besonders anschauliche und kurzweilige Weise hervorragend in das Thema einführt. Man kann mit diesem Buch sehr gut arbeiten.

Im nächsten Blog stelle ich Ihnen die Skalenfragen, sowie die Ziel- und Zukunftsfragen näher vor.

Vergangenes kann man nicht ändern, aber sich kann man ändern – für die Zukunft
(Hans Fallada)